Bietigheim-Bissingen

Rund 42.400 Einwohner, 31,3 qkm FlächeFachwerkhäuser in der Altstadt von Bietigheim-Bissingen

Bietigheim-Bissingen – 1975 im Zuge der Verwaltungsreform entstanden – liegt in der Gäulandschaft des Neckarbecken, das mit seinen mächtigen Lößschichten und seinem milden Klima von der Natur ausgesprochen begünstigt ist. So wurde dieser Raum schon sehr früh besiedelt und intensiv wein- und ackerbaulich genutzt.

ViaduktZu den naturgegebenen Vorteilen kam Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Bau eines eigenen Bahnhofes und dem Enzviadukt ein wirtschaftlicher Vorzug hinzu: Bietigheim-Bissingen wurde zum Verkehrsknotenpunkt zwischen Stuttgart, Heilbronn und Karlsruhe und entwickelte sich zu einer erfolgreichen Industriestadt. In der Folge stieg die Einwohnerzahl rapide an und die Siedlungs- und Industrieflächen dehnten sich rasant aus. Heute ist Bietigheim-Bissingen Mittelzentrum mit ca. 26.500 Arbeitsplätzen.

Fussgängerzone von Bietigheim-BissingenDie 31 qkm umfassende Stadt an der Enz, im Norden des Landschaftsparks der Grünen Nachbarschaft gelegen, ist eine der Gründungskommunen der Interkommunalen Freiraumplanung und führte von 1995-2002 die Geschäftsstelle der Grünen Nachbarschaft. Naturschutz und Landschaftspflege haben schon seit vielen Jahren Tradition:

Bereits seit Ende der 70er Jahre werden in Bietigheim-Bissingen Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt. Seitdem ist die Zahl der Einzelmaßnahmen kontinuierlich angestiegen, das Spektrum ist weit gefächert. Es reicht von der Trockenrasenpflege und der Feuchtwiesen-Mahd, den umfangreichen Gehölzpflegen bis zu Gewässerrenaturierungen, Biotopneuanlagen und Maßnahmen zum speziellen Artenschutz.
Dank dem kontinuierlichen landschaftspflegerischen Engagement in den vergangenen Jahrzehnten ist die Natur rings um Bietigheim-Bissingen wieder intakt.

Enztal bei Bietigheim-BissingenDie Täler von Metter und Enz bilden das „Rückgrat“ des örtlichen Biotopverbundsystems. Vorbei an Bannwäldern, Weinbergen und Streuobstwiesen fließt die Enz durch eine naturnahe Auenlandschaft. Hier kann das Bedürfnis nach Freiheit und Naturerlebnis gestillt werden. Der im Schwarzwald beginnende „Enztal-Radweg“ sowie der 15 km lange „Flößerweg“ zwischen Bissingen und Besigheim führen – vorbei an Relikten der früheren Enzflößerei – durch das idyllische Tal.

Im Zuge der Landesgartenschau wurde 1989 mit der „Grünen Mitte“ zudem vorbildliche innerstädtische Grün- und Erholungsflächen im Enztal geschaffen. FGenannt seien hier der beliebte Bürgergarten oder die Metteranlagen. Bietigheim-Bissingen erhielt 2003 beim bundesweiten Wettbewerb „Entente Florale – unsere Stadt blüht auf“ eine Goldmedaille sowie den Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg.

Selbstverständlich werden die Biotopstrukturen im Bereich der freien Feldflur erhalten und gepflegt. Bereits 1987/88 lag eine Biotopverbundkonzeption vor. Durch gezielte Biotopneuanlagen werden die Lebensräume von Tieren und Pflanzen weiter vernetzt.

Kontinuität der Pflegemaßnahmen und langfristiger Erhalt erreichter Pflegeziele sind wichtige Kriterien der Naturschutzarbeit der Stadt Bietigheim-Bissingen. Seit 1984 wird im Rahmen von Landschaftspflegeprogrammen, die jeweils eine Laufzeit von fünf Jahren haben, sichergestellt, dass alle Neuanlagen bzw. Sanierungsmaßnahmen auch in den Folgejahren die notwendige Pflege erhalten.

Als Gründungsmitglied der Grünen Nachbarschaft setzt sich die Stadt Bietigheim-Bissingen tatkräftig dafür ein, wieder Natur in die ausgeräumten Fluren zurückzubringen, den Freizeit- und Erholungswert der stadtnahen Freiräume zu steigern und das Landschaftsbild aufzuwerten.

Eines der ersten interkommunalen Projekte der Grünen Nachbarschaft nahm rings um den Wilhelmshof Gestalt an, wo die Gemarkungen von Bietigheim-Bissingen, Freiberg a. N. und Tamm zusammentreffen. 1995/1996 pflanzte man hier entlang bestehender Feldwege nördlich und südlich des Wilhelmshofes hochstämmige Obst- und Laubbäume und legte blütenreiche Wiesenstreifen an.

Das Ziel, durchgängige Wegesysteme für die Naherholung zu schaffen, wurde Schritt für Schritt realisiert. Mit dem Bau eines Radweges zwischen dem Wilhelmshof und dem Bietigheimer Wohngebiet „Parkäcker“ (1996) und dem neuangelegten Radweg „Im Ingersheimer Grund“ (2001) konnten weitere Bausteine der Grünen Nachbarschaft realisiert und Lücken im Wegenetz geschlossen werden. Über diese Wegeverbindung zwischen dem Wilhelmshof (Gemarkungen Tamm und Bietigheim-Bissingen), dem Brandholz (Gemarkungen Freiberg und Ingersheim) und dem Forst (Gemarkung Bietigheim-Bissingen) verläuft auch der seit 2004 bestehende„Planetenweg“ der Grünen Nachbarschaft.

Weitere markungsübergreifende Bausteine des Landschaftsparks Grüne Nachbarschaft stehen im Zusammenhang mit dem „Historischen Holzweg“ zwischen Bietigheim-Bissingen und Tamm-Hohenstange. Entlang des schnurgeraden Weges, der 1776 angelegt wurde um den hohen Bauholzbedarf der Residenzstadt Ludwigsburg zu befriedigen (direkte Verbindung der Bissinger Holzanlandungsstelle an der Enz mit Ludwigsburg), wurden von den beiden Kommunen die lückig gewordenen Obstbaumreihen ergänzt, Grünlandstreifen angelegt und ein Teil der Feldwege zu wohnungsnahen Spazierwegen aufgewertet.

Auch der nahe Tamm entspringende und bei Bissingen in die Enz mündende Saubach, wurde in den Jahren 1999 bis 2001 von den beiden Kommunen renaturiert.

Quellteich am Bruchwald

Quellteich am Bruchwald

Feuchtbereich Seewäldle

Feuchtbereich Seewäldle

Sohlgleite Metter

Sohlgleite Metter

Bedeutsame Beiträge zur Verbesserung der Biotopsituation auf der Gemarkung schuf die Stadt Bietigheim-Bissingen mit der Neuanlage des ca. 8 ar großen „Quellteich am Bruchwald“ (2001), mit der 1,5 Hektar großen Biotopneuanlage „Feuchtbereich am Seewäldle (2007) und der ökologischen Umgestaltung der zuvor aufgestauten Metter bei Metterzimmern (2013).

Rathaus Bietigheim
Marktplatz 8
74321 Bietigheim-Bissingen
Stadtinformation Tel. 07142 / 74-227
Stadtgärtnerei Tel. 07142 / 74-480 oder -482
e-mail: 
www.bietigheim-bissingen.de


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