Ludwigsburg

Rund 90.500 Einwohner, 43,1 qkm Fläche

Ludwigsburg besitzt eine Reihe bekannter historischer Grünanlagen wie Monrepos, Favoritepark, Blühendes Barock und Salonwald. Die „Grüne Nachbarschaft“ knüpft an dieses quer durch Ludwigsburger Markung verlaufende Band aus grünen Inseln an, um diese und weitere Freiräume miteinander zu verbinden, zu erweitern und aufzuwerten. Mit den zahlreichen Alleen gibt es bereits Grün-Achsen, die in ihrem Bestand gesichert und aufgewertet werden sollen.

Der von Monrepos bis zur Karlshöhe angestrebte Grünzug stellt für die Grüne Nachbarschaft eine sehr wichtige Verbindung der nordwestlich und südöstlich von Ludwigsburg gelegenen Freiräume dar. Anknüpfend an diesen Grünzug ist vorgesehen, den Neckar stärker als bisher durch attraktive Querverbindungen, z. B. über den Heilbadweg und den Hungerberg, an diese Grünachse anzuschließen und diese sowie das Neckartal für die Naherholung und den Naturschutz aufzuwerten. Hiermit wird die Grüne Nachbarschaft zu einem wichtigen Bindeglied des von der Region Stuttgart geplanten Landschaftsparks Mittlerer Neckar, der sich einmal von Kirchheim bis Plochingen mit durchgängigen Fahrradwegen und Grünverbindungen erstrecken soll.

Am östlichen Rand der Grünanlage: Das 2013 fertig gestellte Haus der Honigbiene in der Ludwigsburger Grünanlage Hungerberg wird als Veranstaltungsort und vom Bienenzuchtverein genutzt.

Ein grünes Verbindungselement zwischen dem Favoritepark und den Uferwiesen in Hoheneck stellt die Grünanlage Hungerberg dar. Sie entstand durch Renaturierung eines ehemaligen Steinbruchgeländes. Seit 2013 finden im NaturInfoZentrum „Casa Mellifera“ Veranstaltungen rund um das Thema Natur statt. Auch die Grüne Nachbarschaft hat sich finanziell am Bau beteiligt und nutzt das Gebäude für Aktionen. Der Bienenzüchterverein Ludwigsburg führt hier seine Schulungen für Neuimker durch und unterhält einen Lehrbienenstand.

Renaturierungsmaßnahmen an Gewässern sind in Ludwigsburg ein weiterer Schwerpunkt hinsichtlich des Naturschutzes und zur Steigerung des Naherholungswertes für die Bevölkerung. Beispielhafte Projekte reihen sich entlang des Neckars an.

Das erste Neckar-Renaturierungsprojekt auf Ludwigsburger Gemarkung sind die Uferwiesen in Hoheneck. Diese naturnahe Umgestaltung der Uferbereiche ermöglicht den Besuchern einen direkten Bezug zum Neckar und stellt für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten einen zusätzlichen, wertvollen Lebensraum dar. Eine weitere Uferrenaturierung nördlich der Uferwiesen ist geplant.

Der Neckar ist wieder erlebbar!          Die naturnahe Umgestaltung der Uferwiesen in Hoheneck stellt eine große Bereicherung für die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch für Erholungssuchende dar.

Rund 2,5 km weiter östlich, Richtung Remseck, beginnt vor der Staustufe Poppenweiler das 2014 fertig gestellte Gewässer-Projekt Zugwiesen. Hier wurden großflächige Aufwertungen und Umgestaltungen entlang des rund 1,7 km langen Neckarabschnitts geschaffen. Mit dem zwischen 3m und 5m breiten Zugwiesenbach der als Fischtreppe dient und den insgesamt 3,8 ha großen Seitengewässern, konnten unterschiedlichste Lebensräume auf rund 17 ha Fläche neu geschaffen werden.

Zahlreiche Pflanzungen von Obstbäumen, Hecken, Feldgehölzen oder die Anlage von Ackerwildkrautflächen wurden in den letzten Jahren mit Unterstützung örtlicher Obst- und Gartenbauvereine oder Landwirten durchgeführt. Dadurch konnten die Ortsränder und Freiflächen für die Natur und die Bevölkerung erheblich aufgewertet werden. Neben den genannten Achsen und Querverbindungen sind auch die Freiräume im Westen Ludwigsburgs bis an die Markungsgrenze von Asperg und A 81 sowie im Süden Ludwigsburgs in Richtung „Langes Feld“ zu erwähnen.

Maßnahmen in diesen Bereichen dienen sowohl dem Naturschutz als auch der Naherholung, und ermöglichen die Einbindung der Siedlungsränder in die freie Landschaft.

Weitere Maßnahmen, wie die Umwandlung von intensiv genutzten Ackerflächen in extensiv genutzte Wiesen, Streuobstwiesen oder Ackerwildblumenwiesen haben ebenfalls zur Aufwertung der vorhandenen Freiflächen geführt. Beispielsweise in der Umgebung von Eglosheim, Monrepos und im Gebiet „Hartenecker Feld“. Weitere Maßnahmen, auch als Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen von Bauvorhaben, sind geplant und stehen vor ihrer Verwirklichung. Hierbei ist auch die Renaturierung von Fließgewässern zu erwähnen, wie z.B. an den Markungsgrenzen zu Freiberg a. N. und Asperg.

Fachbereich Tiefbau und Grünflächen
Mathildenstraße 29/1
71638 Ludwigsburg
Tel. 07141 / 910-2073, -2809
Tourist Information, Tel. 01741 / 910-2252
www.ludwigsburg.de


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