Warum Gewässerschutz?

Bei Gewässern unterscheidet man zwischen Still- und Fließgewässern. Besonders Fließgewässer haben durch ihre lineare Struktur eine große Bedeutung für den Biotopverbund. Dieser Biotopverbund wird durch Ufergehölze, die an naturnahen Fließgewässern vorhanden sind, verstärkt, da Lebewesen entlang diesem Gehölzstreifen wandern können. Der Biotopverbund ist für den Erhalt der Artenvielfalt unverzichtbar. Durch die verschiedenen Zonen innerhalb eines Stillgewässers bieten Seen und Tümpel ebenfalls für eine Vielzahl von Lebewesen geeignete Lebensräume.

Die Lebensräume in Fließgewässern sind oft durch den Ausbau der Gewässer stark beeinträchtigt. Der Ausbau der Fließgewässer erfolgte, um sie schiffbar zu machen. Das hat dazu geführt, dass viele Wasserlebewesen gefährdet und bedroht sind.

Durch naturnahe Wasserbaumethoden, bei denen auch lebendes Pflanzenmaterial zum Einsatz kommt kann erreicht werden, dass sich die Artenvielfalt wieder erhöht. Auch die Verringerung der Fließgeschwindigkeit des Wassers wirkt sich positiv auf neue Lebensräume für Wasserlebewesen aus.

Zugwiesen bei Poppenweiler

3,8 ha große Seitengewässer, extensives Grünland, Gehölzinseln sowie Schilf- und Röhrichtzonen bilden eine naturnahe Auenlandschaft

An verbauten Fließgewässern werden zum Teil aufwendige Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. So können wertvolle Lebensräume vor allem im Übergang von Wasser und Land wieder neu geschaffen werden und sich mit Leben füllen.

Aktuelle Beispiele für gelungene Gewässerrenaturierungen finden sich an der Metter, an zahlreichen kleineren Gewässern und Gräben im Bereich der Grünen Nachbarschaft sowie am Neckar. Das 1,7 km lange Umgehungsgerinne „Zugwiesenbach“ hilft Fischen und anderen Wasserbewohnern, die Staustufe Poppenweiler zu umgehen. Auch für Erholungssuchende ist diese Renaturierung ein großer Gewinn, denn die Natur kann hautnah erlebt und beobachtet werden.

 


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