Wildbienenbäume

Die Verbindung von Natur und Kunst

Schutz, Förderung, Verbreitung und Beobachtung von Wildbienen

Entwurf der Wildbienenbäume.

2010 entstanden in den Mitgliedskommunen der Grünen Nachbarschaft die ersten Wildbienenbäume. Aus vier bis fünf Meter langen Eichenholzstämmen, die den nützlichen Insekten zusätzliche Nistmöglichkeiten bieten, gestaltete der Künstler Lothar Schöneck außergewöhnlichen Holzskulpturen.

Diese Kustwerke, von weitem sichtbar als imposante Landmarken, schaffen eine eindrucksvolle Verbindung zwischen Natur und Kunst. In allen Mitgliedskommunen können die Wildbienenbäume zur Naturbeaobachtung genutzt und bewundert werden.

Bei der Gestaltung der Wildbienenbäume beteiligten sich aktiv Kindergartengruppen, Schulklassen, Anwohner und interessierte Bürger.

Nachdem das Projekt „Wildbienenbäume“ in der Öffentlichkeit durchweg positive Resonanz hervorrief, erfolgte 2012 eine Fortführung des Projekts in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Studierende gestalteten insgesamt acht einzigartige Holzskulpturen. Drei der kunstvoll ausgearbeiteten Holzskulpturen sind im Kräutergarten des Blühenden Barocks zu bewundern, fünf auf dem Campus der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Mit den Naturkunstwerken trägt die Grüne Nachbarschaft nachhaltig dazu bei, durch neue Nistmöglichkeiten den Bestand der Wildbienen zu schützen und zu fördern. Gleichzeitig wird der Bevölkerung die Bedeutung der Wildbienen für die Bestäubung sämtlicher Obst- und Gemüseblüten auf eindrucksvolle Art näher gebracht.

Auch Sie können etwas für die Wildbienen tun!

Eine gute Möglichkeit den Wildbienen zu helfen, ist die Aufstellung von Nisthilfen im Garten oder auf dem Balkon. Der Bau von Nisthilfen ist ganz einfach:

In unbehandeltes, abgelagertes und entrindetes Hartholz  von Laubbäumen (Buche, Eiche, Esche, Akazie, Ahorn, Obstgehölze) werden Löcher als Niströhren gebohrt. Durchmesser 3-10 mm, Länge etwa 5-10 cm.

Die Löcher sollten schräg nach oben in das Holz gebohrt werden, damit Regenwasser abfließen kann. Der Abstand der Löcher beträgt mindestens 2 cm, damit das Holz nicht reißt. Die Ränder der Lochöffnungen werden zum Schluss mit Schmirgelpapier geglättet und das Bohrmehl aus den Löchern geklopft.

Wildbienenbäume im Blühendes Barock

Wildbienenbäume der Studierenden im Blühendes Barock

Aufgestellt oder aufgehängt werden die Nisthilfen an einem sonnigen Platz, so dass die Niströhren in Richtung Süden oder Südosten weisen.

Die Wildbienennisthilfen benötigen keine Pflege. Die Insekten säubern die alten Nester selbst und beziehen diese dann wieder neu. Wichtig ist es, die Nisthilfen auch im Winter draußen zu lassen. Erst im darauffolgenden Frühjahr schlüpfen die jungen Bienen und freuen sich über die zahlreiche Blüten in der nahen Umgebung.

Pflanzentipps für Ihren Garten oder Balkon: Zum Überleben benötigen die Wildbienen neben geeigneten Nistmöglichkeiten auch ausreichend Nahrung.

 

Malaktion Herbst 2009 im Grünzug Pflugfelden

 

Mit einheimischen Laubgehölzen, Beerensträuchern, Obstbäumen und Kräutern, und vielleicht sogar noch einer kleinen Randfläche mit Wildwuchs im Garten, laden Sie nicht nur Wildbienen, sondern auch Honigbienen, Schwebfliegen und viele Schmetterlingsarten zu sich in den Garten oder auf den Balkon ein.

Die Blüten folgender Pflanzen eignen sich besonders als Insektennahrung:

Obstgehölze:  z.B.  Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Mirabelle

Beerensträucher: z.B. Johannisbeere, Himbeere, Brombeere

Wildgehölze: z.B. Wildrosen, Kornelkirsche, Weiden, Holunder

Stauden und Kräuter: z.B. Astern, Glockenblumen, Blaukissen, Salbei, Lavendel, Melisse, Thymian, Pfefferminze

Gehörnte Mauerbienen (Osmia cornuta) bei der Paarung an blühenden Weidenkätzchen. Nur das kleinere Wildbienen-Männchen hat am Kopf weiße Gesichtshaare, das Weibchen ist dunkel und deutlich größer.

Wildbienenbäume Löcher

Wildbienenbäume mit Niströhren

 

Wildbienenbäume im Blühenden Barock

Wunderschöne Wildbienenbäume im Blühenden Barock, mitten im Kräutergarten

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer Wildbienen (pdf, 1MB)


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